Teil 4: Die Bedeutung von Mobile Recruiting

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Während Social Recruiting bereits seit 2009 von Personalverantwortlichen mehr oder weniger intensiv zur Personalbeschaffung genutzt wird und trotzdem immer noch in den Kinderschuhen steckt, beschäftigt nun ein neuer Trend den Human Resource Bereich: Mobile Recruiting.


Mobil optimierte Webseiten
Webseiten werden von Nutzern zunehmend von einem mobilen Endgerät aufgerufen, so ist es nicht verwunderlich, dass auch zum Lesen von Stellenanzeigen immer häufiger ein Smartphone oder Tablet verwendet wird. Bereits 40% der Bewerber nutzen das Smartphone für die Suche nach offenen Stellen. Ein Großteil der Unternehmen glaubt daran, dass sich potentielle Mitarbeiter künftig über mobile Endgeräte bewerben werden. Dennoch ist nur etwa ein Drittel der Stellenanzeigen mobil optimiert, etwa 40% der Unternehmen wollen auch in Zukunft nicht in eine mobile Optimierung ihrer Karriereseiten oder Stellenanzeigen investieren.

Experten sind über diese Verweigerung des Mobile Recruiting Trends verwundert, da den Unternehmen zwar bewusst ist, dass sich hier ein neuer Trend entwickelt, sie sich aber dennoch noch nicht darauf eingestellt haben und hier daher großes Handlungspotenzial besteht.

Mobile Recruiting hört sich zumindest sehr vielversprechend an. Zurzeit werden die meisten Bewerbungen noch per Email oder Online-Formular verschickt. Das Formulieren eines Bewerbungsschreibens bedeutet für den Bewerber einen hohen Aufwand. Schon bald könnten Bewerber beim Surfen im Internet zufällig auf eine interessante Stellenanzeige stoßen und sofort über das Smartphone den Lebenslauf abschicken. Dafür müssen die Bewerber über das mobile Endgerät an alle wichtigen Informationen gelangen.
Für eine mobil optimierte Website gelten daher folgende Voraussetzungen:

– Bilder müssen optimal dargestellt werden, wichtiger Inhalt darf nicht fehlen
– Wichtiger Inhalt muss auch ohne Zoomen oder Scrollen gut lesbar sein
– Verlinkungen sollen mit dem Daumen ausgeführt werden können
– Die Suchfunktion muss sichtbar sein
– Die Navigation muss sichtbar sein
– Die Telefonnummer muss klickbar / wählbar sein
– Die Seite sollte auch bei einer geringen Datenübertragungsrate schnell laden

In wie weit die eigene Karriereseite für mobile Endgeräte geeignet ist, kann mit Tools wie startmobile (www.startmobile.de/de/d) oder Mobile Phone Emulator (www.mobilephoneemulator.com) getestet werden.


Apps im HR Bereich
Kaum ein Unternehmen ermöglicht zurzeit ein verkürztes Bewerbungsformular für mobile User. Eine Bewerbung über ein mobiles Endgerät ist aber nicht ganz unkompliziert. Der Bewerber würde hierfür alle notwendigen Daten auf seinem Gerät oder online, beispielsweise in einer Cloud oder zumindest einen online verfügbaren Lebenslauf benötigen.

Die Deutsche Telekom bietet eine App an, bei der sich die Bewerber auf Stellenanzeigen mit einem Link auf ihr Online-Profil (z.B. XING) bewerben können. Anhand dieses Lebenslaufes prüft dann die Personalabteilung, ob der Bewerber für die Stelle überhaupt geeignet ist.

Mit einer Karriere App sind offene Stellenanzeigen und Informationen zu den unterschiedlichen Jobs, die im Unternehmen angeboten werden, jederzeit abrufbar. Auch Recruiting Videos können eingebunden werden. Natürlich eignet sich eine eigene Karriere App vorrangig für größere Unternehmen. Doch auch mittlere und kleinere Unternehmen können von einer Unternehmens App im Recruiting Bereich profitieren. Denn unabhängig von der Funktionalität bringen Apps ein großes Potenzial im Bereich des Brandings mit sich. Dadurch, dass Apps nach dem Download dauerhaft am mobilen Endgerät gespeichert sind, wird der Nutzer bei jedem Blick auf das Display mit dem Logo des Unternehmens konfrontiert, selbst wenn er die App kaum aktiv nutzt. Bietet die App dem Nutzer einen gewissen Mehrwert, verbindet er positive Emotionen mit dem Unternehmen, wovon wiederum das Employer Branding profitiert.

Mobile Recruiting ist also nicht ganz unkompliziert und mit zahlreichen Anforderungen seitens des Unternehmens verbunden. Dennoch könnte sich die Personalbeschaffung in nächster Zeit womöglich verstärkt in diese Richtung entwickeln, wodurch sich für Unternehmen ein akuter Handlungsbedarf ergibt.

Lisa Stadler

Lisa Stadler

Hat „Marketing & E-Business“ an der FH Steyr studiert und beschäftigt sich vor allem mit dem Thema Social Media, Branding und Social Recruiting.

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Am 30. März 2015
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