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Angst-Social-Media

Hat unsere Gesellschaft Angst vor Social Media?

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In einem diesjährigen Interview zeichnete der Ex-Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger ein eher düsteres Bild unserer Generation, der Generation Y. „…viele Menschen, die heute ins Berufsleben starten, unterscheiden sich grundlegend von ihren Vorgängern vor zehn Jahren. Doch sie sind längst nicht alle kreative Freigeister, die viele unter der Generation Y verstehen,“ lautet sein düsteres Fazit, welches mich zur Frage bringt, warum das so ist.

Altbewährt ist immer gut?

Im Grunde spricht er ein Problem an, dass scheinbar vor allem in Unternehmen verstärkt wahr genommen wird.  Der digitale Wandel, der sich weltweit vollzieht, ist gerade in vielen Bereichen der Gesellschaft und vor allem in den Köpfen der Menschen noch nicht angekommen. Junge Menschen, egal welcher Generation, wurden und werden immer auch erzogen und geprägt von den Generationen vor ihnen. Ihre Erfahrungen und Riten sind es, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dies geschieht meist deshalb, weil man Liebgewonnenes und scheinbar Funktionierendes nicht aufgeben will. Immerhin sind es diese Erfahrungswerte, auf die sich die gesellschaftliche, politische und auch wirtschaftliche Zukunft weiterhin aufbauen soll.

Der Generationskonflikt oder Angst vor Veränderungen

Und jetzt kommen wir, die Gen Y, diejenigen, die sich selbst als Macher, Kreative, Querdenker,  Erbauer und Erfinder sehen. Wir haben an uns den Anspruch, die Welt zu verändern und sollte uns dies nicht sofort gelingen, dann wollen wir sie wenigstens ein bisschen besser für alle machen. Wir wollen und nutzen den technischen Fortschritt. Wir bauen auf digitale Medien und vernetzen uns weltweit in sozialen Medien. Wir revolutionieren die Arbeitswelt, kommunizieren in sekundenschnelle und profitieren gegenseitig von unseren Netzwerken.

Generation Y bei der ArbeitAn dieser Stelle prallen Welten aufeinander. Der digitale Fortschritt, vor allem die sozialen Medien betrachten wir als Chance, während in den meisten Köpfen unserer Elterngeneration Social Media als destruktiv eingestuft wird.

Es bereitet ihnen Angst. Aus ihrer Sicht betrachtet haben sie damit sogar Recht. Digitale Medien, Social Media und technischer Fortschritt haben durchaus etwas bedrohliches und zerstörerisches an sich.

Sie zerstören nämlich ein gesellschaftliches System, das fast zwei Jahrhunderte lang funktioniert hat und läuten ein neues Zeitalter ein. Es ist nicht Angst vor der neuen Technik und den sozialen Medien, die die Generationen vor uns dazu treibt, Social Media zu verteufeln, denn die meisten von ihnen haben sich noch nie intensiv mit den Möglichkeiten des Social Media befasst. Sondern: Es ist die Angst vor gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. die Angst, dass Strukturen aufbrechen, die mehr als ein Jahrhundert lang funktioniert haben. Eine Angst verheerenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen.

Was sagen Experten dazu?  Ilja Grzeskowitz – Der Experte  für Veränderung

iljaWirklich jeder Mensch hat Ängste. Die entscheidende Frage ist einzig und alleine wie wir damit umgehen. Ob wir uns von ihnen lähmen lassen oder ob wir sie zu unserem besten Freund machen.

Denn nichts beeinflusst Veränderung so sehr wie Angst. Sie ist der größte denkbare Antreiber und lässt uns Dinge vollbringen, von denen wir nicht mal im Traum daran gedacht haben, dass sie möglich wären.

Doch leider nutzen die wenigsten Menschen diese produktive Kraft. Stattdessen lassen Sie sich von ihren Ängsten dominieren, lähmen und aufhalten. Und befinden sich dann in einer Negativspirale, aus der es sehr schwer wird, wieder zu entkommen.

Denn die Ängste, denen wir uns nicht stellen, werden zu unseren Grenzen. Und die Zweifel, denen wir nachgebe werden zu Zäunen, die diese Grenzen stärker und immer weiniger überwindbar machen. Wann immer Sie vor einer Veränderung stehen, bei der Sie Zweifel, Unsicherheit oder Angst verspüren, empfehle ich Ihnen, sich zwei Fragen zu stellen:

1) Was ist das schlimmste, das passieren kann? 
2) Falls das schlimmste eintreten sollte, bin ich in der Lage, eine Lösung zu finden?

Mehr Infos über Ilja: http://www.grzeskowitz.de/

Denken in alten Bahnen verhindert Fortschritt

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen Unternehmen diese speziellen Typen der Generation Y. Wenn Personalverantwortliche den Biss unserer Generation noch zu häufig vermissen, so liegt es daran, dass viele von uns keine Chance erhalten, sich individuell zu entwickeln. Quer- und Andersdenker werden bereits in einem überholten Bildungssystem aussortiert und angepasst. Angepasst an das Leitbild, welches Politik und Bildung nach althergebrachten Methoden immer noch vermitteln. Auf diese Weise wird verhindert, dass Social Media und Digitale Möglichkeiten als Selbstverständlichkeiten im Alltag integriert werden.

Die Ablehnung des digitalen Fortschritts, der digitalen Medien und die Übervorsicht im Umgang mit ihnen mögen legitim erscheinen, wenn man bedenkt, dass unsere Vorgängergenerationen ihre gesellschaftlichen Werte erhalten wollen. Sie erinnern aber auch ein wenig an die Zeit der Hexenverbrennung oder der Maschinenstürmer. Allerdings wissen wir aus der Geschichte, dass sich Fortschritt nicht aufhalten lässt. Die entscheidende Frage lautet allerdings, an welcher Stelle der fortschrittlichen Nationen werden wir stehen, wenn unsere Gesellschaft sich dem Fortschritt weiterhin verschließt.
Dominik Fürtbauer

Dominik Fürtbauer

Beschäftigt sich mit dem Thema Social Media Marketing und ist Experte für digitalen Markenaufbau in Social Media Kanälen. Als zertifizierter Social Media Manager verhilft er Unternehmen bei der Strategieentwicklung sowie der Umsetzung von Social Media Kampagnen. In seinen Vorträgen spricht er über den Wandel der Gesellschaft und dem Konsumverhalten der jungen Generation im Internet und warum Unternehmen künftig nicht auf Social Media Marketing verzichten können.

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Am 9. Dezember 2014
von
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