Kleine Stars am Social Media Himmel

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Jeder kann ein Star sein. Das Internet macht es möglich. Berühmt zu werden ist der Traum vieler junger Leute. Schon im Kindesalter haben wir unseren Lieblingsstar und möchten ihm nacheifern. Mit den modernen Medien, insbesondere Videokanälen und Netzwerken, entstand eine Möglichkeit, auch ohne den Einsatz von Kapital ein Sternchen am Himmel der ganz Großen zu werden.

 
Zugegeben, Kinderstars gab es schon immer und so lange es bewegte Bilder gibt, laufen sie auch weltweit über den Bildschirm. Unsere Eltern und Großeltern erinnern sich dabei sicher noch an Namen wie Shirley Temple, die in Filmen der 30er Jahre als liebes kleines Mädchen weltberühmt wurde. Uns selbst dürfte eher der aufgeweckte Kevin, alias Macaulay Culkin, der über Weihnachten mit viel Einfallsreichtum allerlei Gefahren meisterte, in Erinnerung sein. Während diese Kids zum Star wurden, indem sie eine von Erwachsenen ausgedachte Rolle spielen, sind die Internetstars in den meisten Fällen einfach nur sie selbst, wenn sie ihre Idee via YouTube oder als Blogger im Netz verbreiten.
 
Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die begeistern
Auch als Unternehmen können wir viel von den neuen Sternchen lernen. Sie haben alle etwas gemeinsam, sie sind authentisch. Genau diese Glaubhaftigkeit ist es, die Internetstars wie den Kleinwüchsigen Keenan Cahill berühmt machten. Der 17-Jährige leidet an einer unheilbaren Krankheit und bewegt vor der Webcam lediglich seine Lippen zu bekannten Songs der Popbranche und bewegt sich dazu, so gut er eben kann. Das Filmstudio ist sein Wohnzimmer und von dort aus trat der junge sympathische Mann einen weltweiten Siegeszug durch die Internetgemeinde an. Die Menschen lieben ihn dafür, dass er nicht perfekt ist, für seinen Lebenswillen und dafür, dass er mit seiner Geschichte auch anderen Mut macht. Keenan hat es geschafft, er ist mittlerweile einer der ganz großen Internetstars, mit über 400 Millionen Views. Große Stars der Popmusik reißen sich darum, gemeinsam mit ihm in seinem kleinen Wohnzimmer ein Video aufzunehmen.
 
Vom Klick – zum Weltstar
Einer der wohl berühmtesten Stars, der als Klickstar im Internet seine Karriere startete, dürfte wohl Justin Bieber sein. Bieber, der im Jahr 2008 als damals 14-Jähriger mit einem Schlag weltberühmt war, als er von Usher mit seinen selbstgedrehten Videos auf YouTube entdeckt wurde, begann seine Karriere bereits im Alter von 12 Jahren. Damals nämlich nahm er an Talentwettbewerben teil, bei denen er allerdings nie den ersten Platz belegte. Seine Mutter filmte die Auftritte und stellte die Videos auf YouTube ein. Die eigentlich für die Verwandtschaft bestimmten Videos bekamen aber auch Zuspruch weiterer Internetuser und so entstand eine kleine Fangemeinde für den braven Jungen von nebenan. Mit der Entdeckung durch Usher und der Unterzeichnung seines ersten Plattenvertrages begann dann eine steile Karriere. Aus dem netten Internetstar wurde ein Weltstar, der mit den üblichen Videostars auf YouTube nicht mehr viel gemeinsam hat.
 
Nicht immer landen Internetsternchen mit zunehmendem Alter den großen Wurf. Ein Hauptgrund dürfte dann aber sein, dass die Affinität zu YouTube und der Wunsch Videos zu erstellen, nicht von den Kids selbst kommt, sondern vielmehr von den Eltern gesteuert wurde. Ein Beispiel dafür, wie Erfolg vor allem den betreffenden Eltern zu Kopf steigen kann, ist die kleine US-Amerikanerin Sophie Grace Brownlee. Als rosa Prinzessin performte das Mädchen auf YouTube einen Song von Nicky Minaj und schwang zu “Super Bass” ihre kindlichen Hüften. Das Video, das fast 50 Millionen mal aufgerufen wurde, machte sie leider nicht nur berühmt, sondern brachte ihre Mutter auf die Idee, das Kind zu verheizen.

Die damals 10-Jährige zog für ein Video mit einem Plastik-Cabrio durch die Straßen und rief dabei ihre Altersgenossinnen auf, Party und Spaß zu haben, statt dem Ernst des Lebens zu begegnen. Obwohl die süße Kleine mit einem niedlichem Video zuvor noch auf YouTube gefeiert wurde, entwickelte sich letzterer Song “Girls just gotta have fun” eher zum Reinfall. Die Idee zum Video hatte übrigens die Mutter von Sophie Grace, die ihre Tochter nur allzu gern zum Weltstar aufsteigen sehen würde. So entstand kurzerhand ein professionell erstellter Musikclip, der bei den Fans allerdings nicht auf Gegenliebe stieß.
 
Themen finden und Ideen haben
Wir müssen allerdings nicht immer über den „großen Teich“ blicken. Auch im deutschsprachigen Raum lassen sich genügend Beispiele für das Phänomen der YouTube-Video-Stars oder erfolgreicher Blogger finden, die in jungen Jahren damit begannen, eine YouTube-Karriere zu starten.

Hierbei haben auch ernste Themen und Tipps durchaus die Chance im Internet zum Erfolg zu führen. Das Erfolgsrezept der neuen Stars ist, dass sie eigentlich gar keine Stars werden wollten. Sie machen ihr Ding, sind dabei bodenständig, ehrlich, kommen sympathisch rüber und sprechen genau die Sprache ihrer Fans. Sie haben Spaß an dem was sie tun und vermitteln genau diesen Spaß in den Videos. Nicht anders lassen sich beispielsweise die 120 000 Abonnenten der beiden Mathe-Asse Alexander Giesecke und Nicolai Schork erklären. Diese beiden aus Moosbach stammenden Jungs waren es leid immer wieder jedem Mitschüler einzeln die hohe Kunst der Mathematik zu erklären. So entstand die Idee, mathematische Probleme ganz einfach per selbstgedrehtem Video bei YouTube zu veröffentlichen. Mittlerweile produzieren sie mehrere Videos wöchentlich, die sich nicht nur auf das Fach Mathematik beschränken.
 
Vom Unternehmen zum Star?
Viele Unternehmen buchen inzwischen Werbung bei angesagten Internetstars. Unternehmen, die bereit sind dazuzulernen, haben allerdings durchaus die Möglichkeit selbst zum Internetstar zu avancieren. Alles was sie dazu brauchen, ist die passende Idee für die Zielgruppe, ein offenes Ohr, der Wille in bewegten Bildern zu erzählen und zu kommunizieren, sowie den Mut ihre Geschichte ungeschönt rüber zubringen.

Dominik Fürtbauer

Dominik Fürtbauer

Beschäftigt sich mit dem Thema Social Media Marketing und ist Experte für digitalen Markenaufbau in Social Media Kanälen. Als zertifizierter Social Media Manager verhilft er Unternehmen bei der Strategieentwicklung sowie der Umsetzung von Social Media Kampagnen. In seinen Vorträgen spricht er über den Wandel der Gesellschaft und dem Konsumverhalten der jungen Generation im Internet und warum Unternehmen künftig nicht auf Social Media Marketing verzichten können.

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Am 10. März 2015
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